Museum Koenig – Wissenschaft zum Anfassen!

Veröffentlicht am 5. Dezember 2018

 

An der Bonner Museumsmeile befinden sich mehrere Museen, die alle einen Besuch wert sind. Das Museum Koenig zum Beispiel ist als eines der größten Naturkundemuseen in Deutschland nicht nur für Biologen und Wissenschaftler eine wichtige Anlaufstelle, sondern hat auch einen festen Platz in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Mit den Straßenbahnlinien 16 und 63 ist es gut zu erreichen, aber auch zu Fuß kann man gut dahin. Der Eintritt kostet für Studenten und andere Gäste mit Ermäßigung nur 2,50 Euro, selbst die reguläre Karte kostet nur 5 Euro.

Museum Koenig

Historie – fester Platz in der Geschichte der Bundesrepublik

1912 ließ der Zoologe und Forscher Alexander Koenig das Museum errichten, um seine private Sammlung von Vögeln und Säugetieren der Öffentlichkeit zeigen zu können. Viele der Stücke hat er in seinen jungen Jahren gesammelt und von seinen Forschungsreisen aus Spitzbergen und Afrika mitgebracht. Wegen des ersten Weltkriegs verzögerte sich die Fertigstellung, sodass das Museum erst 1934 eröffnet werden konnte. Das Museum Koenig blieb vom Zweiten Weltkrieg größtenteils verschont, sodass hier am 1. September 1948 die Eröffnungsfeier des Parlamentarischen Rates stattfinden konnte, woran heute noch eine Gedenktafel im Eingangsbereich des Museums erinnert. Der Parlamentarische Rat hat die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland erarbeitet. Der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer hat das Museum zwei Monate lang als Dienstsitz genutzt.

Museum Koenig

 

Leben anschaulich dargestellt!

Im Museum Koenig wird das Leben auf der Erde für kleine und große Besucher sehr verständlich erklärt. Sofort, wenn man das Museum betritt, sieht man den Lichterhof (wo 1948 der Parlamentarische Rat tagte) und die Savanne, wo man von großen Tieren aus Afrika begrüßt wird. Die Daueraustellung „Unser blauer Planet – Leben im Netzwerk“ nimmt die Besucher mit auf eine Reise um die gesamte Erde. Es sind 7 große Lebensräume (Savanne, Regenwald, Arktis/Antarktis, Vogelwelt, Wüste, Wasser und Mitteleuropa) und ihre Bewohner zu sehen.   Die Komplexität und die Schönheit der Natur, die man mit allen Sinnen erforschen kann, ist hier sehr schön zu sehen. Alle Lebensräume sind gekennzeichnet durch eine detaillierte Darstellung von Tieren und Landschaften.

Museum Koenig

 

Besonders schön sind die Dioramen, also dreidimensionale Darstellungen von Tieren in ihren natürlichen Lebensräumen. Dabei sind vorne Tiermodelle zu sehen, die vor einem bemalten Hintergrund aufgestellt worden sind. Außerdem wird die Systematik der Tiere und die Arbeit von Wissenschaftlern sowie die Geschichte des Museum erklärt. Zu sehen sind auch Videos, alte Fotos und weitere wertvolle Stücke. Ein weiteres Highlight sind die Aquarien in der Welt des Wassers. Dort wird anschaulich die Komplexität eines Flusssystems erklärt. In der Vogelwelt kann man die Schönheit der gefiederten Tiere anhand von vielen Modellen bewundern. Zwischendurch kann man sich im museumseigenen Café stärken und bei einem Stück Kuchen und Kaffee entspannen.

Museum Koenig

Wichtiger Foschungsstandort

Mit ca. 7 Millionen Präparaten gehört das Museum Koenig zu den größten Naturkundemuseen Deutschlands. Die wissenschaftlichen Sammlungen des Museums sind beeindruckend. Gerade die Anzahl der Exemplare der Wirbellosen, also z.B. Insekten oder Spinnentiere, aber auch der Säugetiere ist sehr groß. Dadurch haben die Wissenschaftler viel Material, an dem sie forschen können. Die Forschungsschwerpunkte liegen vor allem im Bereich der Systematik und der regionalen Verbreitung von Tieren.  Auch viele Vorlesungen und Kurse finden hier statt.

Im Museum Koenig wird das Leben auf der Erde für alle Altersgruppen verständlich erklärt. Die beeindruckenden Modelle und Dioramen zeigen, wie schön und komplex die Natur ist. Für ein paar Euro könnt ihr einen wunderbaren Tag in einer historischen Bonner Stätte verbringen und dabei Wissenswertes erfahren!

Ein Beitrag von Mayu Sanmugaraja

Obwohl ich schon seit vielen Jahren in Bonn lebe, wird es mir hier nie langweilig. Es gibt immer wieder was Neues zu entdecken, z.B. neue Cafés oder Restaurants. Aber ich liebe es auch an den altbekannten Treffpunkten, wie z.B. im Woki, am alten Zoll oder in den Museen einen schönen Tag oder Abend mit Freunden zu verbringen.

Mayu Sanmugaraja

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